Luca - zu Tode gequält



»»Kriminalfall Luca

Der 17 Monate alte Luca wurde durch das Versagen der zuständigen Behörden von entmenschten Kreaturen grausam gefoltert und starb an den schrecklichen Verletzungen.

Über dieses an Grausamkeit und Perversität nicht zu überbietende Verbrechen berichteten alle Zeitungen und Medien in Österreich.

Die Staatsanwaltschaft wurde - leider zu spät - eingeschaltet.


Einige Presseberichte:

Die Neue Kronenzeitung

Erstmals nimmt jetzt die Mutter des zu Tode geprügelten Luca zu den schweren Vorwürfen gegen sie Stellung. Im "Krone"-Interview beteuert die junge Frau: "Ich habe niemals Verdacht geschöpft. Ich schwöre, ich bin schuldlos. Nie hätte ich geduldet, dass jemand meinen Kindern etwas zuleide tut", versucht sie sich nach der Veröffentlichung der Misshandlungsfotos zu rechtfertigen. Lucas leiblicher Vater, der sogar Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs erhebt, will, dass sein Sohn in Kufstein in Tirol und nicht in der Heimatgemeinde der Mutter beerdigt wird. Indes hat die Innsbrucker Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen die Jugendwohlfahrt eingeleitet.

Am Donnerstag sind die erschütternden Bilder aufgetaucht. Die Fotos zeigen den im November in einem Wiener Krankenhaus verstorbenen Buben, der massive Verletzungen aufweist, ein halbes Jahr vor seinem Tod. Georg Zanger, der Anwalt von Lucas Vater hat schwere Vorwürfe gegen die Behörden erhoben. Die Verletzungen zeigten "offenbar systematische Misshandlungen", so der Jurist in einer schriftlichen Stellungnahme.

 

Die Tageszeitung PRESSE:

 Fall Luca: Nun auch Verdacht sexuellen Missbrauchs

24.11.2007 | 14:19 |  (DiePresse.com)

Im Fall des toten Kleinkindes Luca besteht auch der Verdacht des sexuellen Missbrauchs. Wie Polizei-Oberst Franz Polzer mitteilte, wurde diesbezüglich eine gerichtsmedizinische Untersuchung angeordnet. Das Ergebnis werde in der Folge an die Justiz übermittelt. Dass bei dem Fall Missbrauch eine Rolle spielen könnte, sei von Anfang an im Raum gestanden, sagte Polzer, Leiter des NÖ Landeskriminalamtes.

Der Hauptverdacht wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung und Missbrauch richtet sich laut Polzer weiter gegen einen 23-Jährigen aus dem Bezirk Wien-Umgebung, den Freund der Kindesmutter. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Ermittelt werde wegen Körperverletzung aber weiter auch gegen die 22-jährige Mutter aus dem Bezirk Schwaz, sie ist auf freiem Fuß, und hat sich nun erstmals öffentlich in einem Zeitungsinterview geäußert: "Ich bin schuldlos am Tod meines Sohnes", beteuerte sie in der "Kronenzeitung".

Luca war am 3. November im Alter von 17 Monaten in einem Wiener Krankenhaus an den Folgen eines Gehirnödems gestorben. Die tödlichen Verletzungen waren vermutlich durch Misshandlungen hervorgerufen worden. (APA)

 

Die Tageszeitung KURIER:  

Der Tod des kleinen Luca wird Streitfall

Luca: Sein Leidensweg auch in Tirol wird nun aufgeklärt. Zwischen der Innsbrucker Klinik und den Verantwortlichen der Jugendwohlfahrt in Schwaz ist nun ein Konflikt aufgebrochen. Es geht darum, ob die Gefahren für den 17 Monate alten Luca, der am 3. November an schwersten Misshandlungsverletzungen im Krankenhaus Mödling starb, schon vor Monaten voraussehbar waren. Wie der KURIER berichtete, hatten Ärzte der Innsbrucker Klinik bereits im Juli und Anfang Oktober Verletzungen bei Luca festgestellt. Misshandlungen seien als Ursache wahrscheinlich gewesen. Aber die Verletzungen waren "nicht schwer".

Artikel vom 12.11.2007, 14:28 | KURIER

 

Die Tageszeitung Österreich  

Anzeige im Fall Luca gegen Behörden-Leiter

Wien (OTS) - Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt im Fall Luca gegen den Leiter der Bezirkshauptmannschaft Mödling, berichtet die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer Mittwoch-Ausgabe.

Luca ist im Alter von 17 Monaten an den Folgen von Misshandlungen gestorben, wobei Ärzte im Krankenhaus Mödling die Verletzungen festgestellt und auf den Misshandlungs-Verdacht aufmerksam gemacht haben sollen.

Die Staatsanwaltschaft spricht daher von einem Verdacht auf Amtsmissbrauch wegen Unterlassung durch den Bezirkshauptmann, es sei pflichtwidrig gewesen, das Ausfolgeverbot nicht ausgesprochen zu haben.

Österreich, 28.11.2007 / 00:22 / OTS0001 5 CI 0124 FEL0001 

 

Die Kleine Zeitung

23.11.2007 00:43

Bildmaterial des misshandelten Luca aufgetaucht

Im Fall des 17 Monate alten Luca, der vermutlich nach Misshandlungen am 3. November in einem Wiener Krankenhaus starb, gibt es offenbar neue Entwicklungen. Der "ZiB"-Redaktion des ORF wurden anonym Fotos zugespielt, die den kleinen Buben mit schweren Misshandlungen zeigen.

Laut ORF handle es sich um mehrere Fotos, die der Redaktion per E-Mail zugespielt worden seien. Die Bilder sollen laut einem Bericht auf der ORF Niederösterreich-Website im Juli aufgenommen worden sein. Dabei soll es sich um jenen Zeitpunkt handeln, zu dem der kleine Luca nach ersten Verletzungen ins Krankenhaus Mödling gebracht worden war. Zu sehen seien "massive Verletzungen des Buben", vor allem im Gesäßbereich, so der ORF.

 

Der Standard

Der Fall Luca

Wer ist schuld? Nach dem Misshandlungstod, die am häufigsten gestellte Frage -

Von Irene Brickner

Wer ist schuld? Nach dem Misshandlungstod des kleinen Luca ist das derzeit die am häufigsten gestellte Frage. Die Antwort scheint den meisten klar zu sein: Die Behörden waren's, weil sie ärztliche Warnungen in den Wind geschlagen, Auflagen nicht richtig kontrolliert haben. Schon untersucht die Staatsanwaltschaft - richtig und wichtig - , schon rüstet in Niederösterreich ein Landesverantwortlicher zur Gegenwehr, gibt neue Anordnungen heraus: Eine Auflage an Problemeltern allein reicht nicht aus, es muss gegebenenfalls nachtelefoniert werden. Mit Verlaub: Das müsste doch selbstverständlich sein. Die Sache riecht sehr nach Scheinaktivität, nach einem hektischen, aber ratlosen Versuch, zumindest irgendeine Handlung zu setzen.

Print-Ausgabe, Standard 12.Dezember 2007

 


Ein Kondolenzbuch für Luca wurde online gestellt:

http://www.kondolenzbuch-online.de/cgi-bin/2007/books/000261.pl  


 



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